/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Vom Umgang mit Ungerechtigkeiten

Stefan Loß über Offenbarung 19, 11.

Bibelvers

Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein weißes Pferd. Und der darauf saß, hieß: Treu und Wahrhaftig, und er richtet und kämpft mit Gerechtigkeit.

Offenbarung 19,11

Wissen Sie, was mich so richtig wütend macht? Wenn ich ungerecht behandelt werde. Wenn mir jemand falsche Vorwürfe macht und mir einfach nicht glauben will. Dann geht mein Blutdruck in die Höhe, der Puls steigt. Ich könnte platzen.

Ich weiß, dass ich eigentlich souveräner mit solchen Situationen umgehen sollte – aber so weit bin ich noch nicht. Ungerechtigkeit  macht mich wütend – wenn es gegen mich geht, aber auch, wenn andere ungerecht behandelt werden. Dann will ich das in Ordnung bringen und klären. Ich weiß: Jesus ist anders mit Ungerechtigkeit umgegangen. Selbst als er am Kreuz hing, hat er denen noch vergeben können, die ihn zu Unrecht angeklagt haben. Nicht nur das, er hat sogar für seine Ankläger gebetet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Für mich ist das eine der großartigsten Stellen der Bibel. Eine unglaubliche Herausforderung. Da merke ich den Unterschied zwischen Gottes Anspruch und meiner Wirklichkeit. Ich muss lernen, dass ich mich nicht allein um alles Unrecht in der Welt kümmern muss. Am Ende der Zeiten kümmert sich einer darum, dass die Gerechtigkeit den Sieg davontragen wird. Dass alles was unrecht ist, ans Licht kommen wird. Im Buch der Offenbarung, ganz am Ende der Bibel heißt es im 19. Kapitel: „Ich sah den Himmel weit geöffnet. Und ich sah ein weißes Pferd, auf dem saß einer, der heißt der Treue und wahrhaftige. Er urteilt und kämpft gerecht.“

Jawohl, das klingt doch richtig gut. Diese Perspektive – und das Vorbild von Jesus – beides hilft mir, mit der Ungerechtigkeit umgehen zu lernen, die ich erlebe. Am Ende siegt die Gerechtigkeit – oder wie man auch sagen könnte: „Am Ende wird alles gut – und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.“ Die Bibel – ein Buch mit einem echten Happy-End. Gott sei Dank!


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