/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Freundschaft!

Oliver Jeske über Römer 11,2.

Bibelvers

Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.

Römer 11,2

Ich habe einen wirklich besten Freund. Wir kennen uns seit Schultagen. Er war selbstverständlich Trauzeuge bei meiner Hochzeit – und ich bei seiner. Was hat uns so zusammengeschweißt? Wahrscheinlich sind es viele Dinge. Und vielleicht würde die Antwort meines Freundes anders ausfallen als meine. Ich denke an eine Begebenheit, in der ich das Vertrauen meines Freundes fahrlässig missbraucht habe. Und er hat mir vergeben. Das vergesse ich ihm nie.

Für mich spiegelt mein Freund damit einen Wesenszug Gottes wider. Wir können noch so sehr unserem Schöpfer auf der Nase herumtanzen. Er hat dennoch Interesse daran, dass unsere gegenseitige Beziehung wieder ins Lot kommt. Das galt und gilt bis heute auch für das Volk, das Gott vor langer Zeit auserwählt hat: Israel. Die Beziehung ist verzwickt. Theologen und Israelkenner können sich aufs Deftigste in die Haare kommen bei der Frage: Was bedeutet Gottes Treue zum Volk Israel heute? Zeigt sie sich in der Weltpolitik? Wer überhaupt ist gemeint mit dem Volk Israel?

Viele Fragen, aber eins gilt. Und das hat der biblische Autor Paulus vor 2000 Jahren so in Worte gefasst:Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor erwählt hat.

Aus Gottes unverbrüchlicher Freundschaft zu seinem Volk Israel kann jeder, der auf den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs vertraut, schließen: Gott verstößt die Menschen nicht, mit denen er einmal eine Freundschaft eingegangen ist. 

Ich muss Gott einfach mal wieder sagen, wie viel er für mich bedeutet – und meinem besten Freund auch.


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