/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Stehen zu dem, was Freiheit garantiert

Oliver Jeske über 1.Korinther 6,12

Bibelvers

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

1. Korinther 6,12

Die Lehrer zu meiner Schulzeit haben den Liberalismus der Nach-68er verströmt. Alles war erlaubt, jede Meinung irgendwie gleich gültig. Hauptsache es wurde diskutiert. Das Problem: Ich habe kaum mal einen Pauker mit einem richtigen Standpunkt gefunden. Auf der Suche nach einer konkreten Meinung hätte ich auch gleich den Versuch starten können, einen Pudding an die Wand zu nageln.

Alles ist erlaubt. Das ist auch die Haltung des Apostels Paulus. Und weil der 2000 Jahre früher lebte und mit Liberalismus noch nichts anfangen konnte, hört sich das bei ihm ganz anders an:

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

Alles ist mir erlaubt. Tatsächlich! Weil Gott kein Tyrann ist, liegt er nicht auf der Lauer und wartet auf mein nächstes Fehlverhalten. Aber: Gott ist an meinem Wohl und am Wohl meiner Mitmenschen interessiert. Deshalb muss ich mich nicht gefangen nehmen lassen von Verhaltensmustern, die mir und anderen mehr schaden als nützen.

Ein Leben aus dieser Freiheit zum Guten finde ich attraktiv. Ich hoffe, dass ich klar Stellung beziehe, wenn junge Leute mich nach meiner Meinung fragen. Nicht um ihnen etwas überzustülpen. Sondern weil es sich lohnt, sich nach dem auszurichten, was meine Freiheit garantiert: an Gott und seinen guten Tipps, seinen guten Geboten für mein Leben.


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