/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ewig und quicklebendig

Wolf-Dieter Kretschmer über Jeremia 10,10

Bibelvers

Der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König.

Jeremia 10,10

„Das dauert ja ewig“, klang es aus dem Mund meiner damals zehnjährigen Tochter, die genervt mit den Augen rollte, weil das bestellte Mittagessen auf sich warten ließ. Und irgendwie hatte sie recht. Auch ich fand unsere Wartezeit unangemessen lang.

In Verbindung mit warten hat der Begriff „ewig“ eine negative Bedeutung.

Ganz anders ist es, wenn von ewigen Kreisläufen in der Natur die Rede ist: Dem Winter folgt beispielsweise das Frühjahr, das mit der Zeit in den Sommer übergeht. Nach dem Sommer kommen Herbst und anschließend Winter, vor dem nächsten Frühjahr. Ewig hat in diesem Zusammenhang etwas vorhersehbares, verlässliches. Es weist auf einen immer wiederkehrenden Kreislauf der Dinge hin, der ganz bestimmt stattfindet.

Der Begriff „ewig“ kann also auch auf etwas Beständiges, Immerwährendes hinweisen. In diesem Sinn meint es der Prophet Jeremia im 10. Kapitel seines Buchse. Ich zitiere: „Der Herr ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König“, Jeremia 10,10.

Ich darf mir Gott als einen ewigen König vorstellen: majestätisch, mächtig, quicklebendig und immer an mir interessiert. Und weil dieser ewige König auch noch Gott ist, ist er mit nichts überfordert. Ich darf ihm alles sagen: Das, was mich freut und wo mich der Schuh drückt. Von meinen Nöten will er genauso hören, wie von den Glückmomenten, die ich erlebe.

Was für ein ewiger König!  Was für ein wunderbarer Gott!


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