/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Saat und Ernte einmal anders

Bibelvers

Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe!

Hosea 10,12

Landwirte haben es wahrlich nicht leicht. Im einen Landstrich zu viel Regen auf einem Fleck, im anderen dramatisch zu wenig, und dann auch noch Schädlinge wie die Kirschessigfliege oder Schimmelpilze, die den Ertrag schmälern. Der geplagte Berufsstand klagt zu Recht, sofern die Landwirte ihren Teil ordentlich erledigt haben: Bodenvorbereitung, Aussaat, maßvolles Düngen und maßvoller Pflanzenschutz. Das Mitleid hielte sich in Grenzen, wenn ein Landwirt seine Berufspflichten sträflich vernachlässigte. Ohne Aussaat zum Beispiel kann man noch nicht einmal eine kümmerliche Ernte erwarten. Das weiß jedes Kind. 

Vor knapp 2800 Jahren hat sich der israelische Prophet Hosea als Angehöriger einer erfolgreichen Agrarkultur in dieser Bilderwelt bedient: „Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maß der Liebe“, hat Hosea seinen Landsleuten zugerufen im Namen Gottes (Hosea 10,12). Warum war das nötig? Weil die Israeliten meinten, sie könnten auf so eine grundlegende Zutat wie Gerechtigkeit im Zusammenleben verzichten. Die Folge war ein Hauen und Stechen und eine gefährliche Schieflage im Sozialwesen.  Die Gerechtigkeitslücke war Symptom eines größeren Problems. Nämlich Gottvergessenheit. Das wird deutlich am direkt nachfolgenden Donnerwort Hoseas: „Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den Herrn zu suchen...“ - Und gleich noch so ein Hieb: „Ihr pflüget Böses und erntet Übeltat und esset Lügenfrüchte.“ Das kann nicht gesund sein. 

Die Israeliten haben die Warnung damals in den Wind geschlagen und die lockende Verheißung überhört: Wer Gerechtigkeit sät, kann nach dem Maß seiner Liebe ernten. Die Empfehlung kommt wie gesagt von ganz oben. Von Gott persönlich. 

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