/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gut, dass wir den Sonntag haben

Was sollen Menschen tun, die ständig negativen Stress bei der Arbeit verkraften müssen? Am Wochenende erschöpft und genervt aufs Sofa sinken und dann ins Grübeln verfallen über ihren Job, die Schlechtigkeit der Menschen und ihr sinnloses Dasein? Halt, sagen Psychologen, bitte nicht. Das mag zwar verständlich sein, aber in der Grübel-Schleife kann sich der Mensch nicht erholen. Er lässt stattdessen noch mehr Nerven und wird immer kränker davon.

Viel besser ist es, das Wochenende aktiv zu nutzen. Sich mit Freunden treffen, einen Familienausflug machen. Und am Sonntag einen Gottesdienst besuchen. Denn spätestens dort komme ich aus der Grübel-Schleife heraus, kreise nicht mehr um mich selbst, um mir den Puls zu fühlen, sondern habe die Chance, Gott zu begegnen. Nicht als Pflichtübung, sondern um wirklich davon zu profitieren. 

Wir dürfen und sollen das Wochenende und speziell den Sonntag nutzen, um neue Kräfte zu sammeln. Ein Beispiel dafür gibt es aus dem Markus-Evangelium. Am Sabbat, dem damaligen Sonntag, bedienen sich die Nachfolger Jesu an ein paar Korn-Ären – einfach, um es sich gut gehen zu lassen. Die Pharisäer und Glaubenshüter sehen darin eine Gotteslästerung. Doch Jesus hält ihnen entgegen: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.

Der Sonntag soll und will uns dabei helfen, dass wir etwas für uns tun und uns von Gott mit neuer Kraft beschenken lassen. Also, runter von der Couch und das Leben von einer anderen Seite erleben. Der Sonntag ist kein öder und ereignislos grauer Tag zum Grübeln und Herumgammeln. Er ist im besten Sinne des Wortes lebens-not-wendig.

Gott sei Dank, dass wir den Sonntag haben. 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren