/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Handeln auf Verdacht?

Michael vom Ende über Jona 3, 9

Bibelvers

Wer weiß? Vielleicht lässt Gott es sich gereuen und wendet sich ab von seinem grimmigen Zorn, dass wir nicht verderben.

Jona 3,9

„Wer weiß?“ Wenn wir Sätze sagen, die so beginnen, steht fest: WIR wissen es nicht. Keiner weiß es. Aber wir wüssten es gerne. Und zwar jetzt. Wer weiß, wozu das gut ist? Wer weiß, vielleicht klappt dieses oder jenes doch noch? Wer weiß, vielleicht renkt sich das mit dem anderen wieder ein? Diese Formulierung – eine Mischung aus Frage und Hoffnung. 

„Wer weiß, vielleicht tut es Gott dann leid?“ (Jona 3, 9) Das sagten vor 2800 Jahren die Einwohner der assyrischen Hauptstadt Ninive, nachdem ihnen der Prophet Jona den Untergang angekündigt hatte – als Strafe Gottes für ihren Lebenswandel. Als die Leute das erfuhren, tat es ihnen leid, sie versprachen sich zu ändern und zu bessern. Und sie hofften, dass es sich dann anders überlegen und sie eben nicht  sterben lassen würde. Handeln auf Verdacht! „Wer weiß, vielleicht tut es Gott dann leid“, sagten die Leute. Eine Frage und eine Hoffnung. Sie für ihren Teil taten dabei, was sie konnten. Sie änderten ihr Leben. Aber ob das reichte?

Im zweiten Teil der Bibel, im Neuen Testament, wird glasklar: Die Zeit der Unsicherheit ist vorbei, seit Jesus Christus durch sein stellvertretendes Leiden und Sterben bewiesen hat: Gott ist uns gut! Er will, dass wir leben. Einen zornigen Gott besänftigen? Nein. Einen liebenden Gott lieben? Ja. Wir müssen nicht mehr auf Verdacht handeln, sondern können aus Dankbarkeit leben. So, wie Gott es will. Weil er will, dass wir leben. Das ist gut zu wissen.


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