/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Das Wunder des üppigen Weinlaubs

Oliver Jeske über Psalm 80, 20.

Bibelvers

Herr, du Gott der ganzen Welt, richte uns doch wieder auf! Blick uns freundlich an, dann ist uns geholfen!

Psalm 80, 20

Direkt neben unserem Hauseingang rankt üppiges Weinlaub. Ich sage Ihnen: Das ist der Knaller. Jedes Jahr schneidet meine Frau – Sie hat bei uns den grüneren Daumen - die Pflanze bis auf einen kleinen Strunk zurück. Und jedes Jahr wuchert dieses Gewächs derart, dass wir es mit Schere und Kabelbindern bändigen müssen. Ansonsten bräuchte man bald ein Buschmesser, um uns zu besuchen.

Auch ein geistliches Lied aus der Bibel spricht von einem üppig wachsenden Wein. Er steht sinnbildlich für das Volk Israel. Aus der Gefangenschaft Ägyptens befreit, wird das Volk an neuer Stelle eingepflanzt. Es wächst, breitet sich aus. Freiheit! Unter dem Segen Gottes erlebt Israel Wohlergehen und Wachstum. Bis es den vergisst, dem es alles das zu verdanken hat: Gott selbst. Zerrieben zwischen politischen Großmächten geht es mit Israel bergab. Und in diese Situation hinein erschallt der Ruf aus dem 80. Psalm:

Herr, du Gott der ganzen Welt, richte uns doch wieder auf! Blick uns freundlich an, dann ist uns geholfen!

In diesen Worten steckt die Bitte an Gott: Wende unsere Herzen dir wieder zu, dir, dem wir in der Vergangenheit alles Gute zu verdanken hatten. Der üppige Wuchs des Weinlaubs bei uns vor der Haustür ist und bleibt mir ein Wunder. Es soll mich daran erinnern: Alles, was ich an Gutem erfahre, kommt von Gott. Ihm möchte ich dafür danken.


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