/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Mehr Demut ist nötig

Bibelvers

So gingen Mose und Aaron hin zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen? Laß mein Volk ziehen, daß es mir diene!

2. Mose 10,3

„Im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen…“ Mit diesen Worten beginnt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die Autoren wussten genau, warum sie diese Worte gewählt hatten.

Vier Jahre zuvor war die barbarische Nazidiktatur untergegangen. Das Dritte Reich hatte nicht nur die humanistischen Werte der Aufklärung verspielt, sondern auch das gesamte Erbe des christlichen Abendlandes. Ein gottgleicher Führer und sein selbstherrliches Gefolge hatten Millionen Menschen unterdrückt, geschunden, ermordet und den Zweiten Weltkrieg in Marsch gesetzt.

Die Mütter und Väter des Grundgesetzes wollten deshalb 1949 mehrheitlich wieder Gott nach vorne stellen. Die Menschen sollten neu erkennen, dass die Macht des Menschen immer nur begrenzt ist und menschliche Selbstherrlichkeit in den Untergang führt.

Bekannt ist das schon seit Jahrtausenden. So findet sich im 2. Buch Mose die Frage Gottes an den Ägyptischen Pharao: „Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?" Der Pharao, der Gottes Volk Israel unterdrückt und als Sklaven hält, muss bei Gott durch eine harte Schule. Gott schickt ihm und den Ägyptern zehn vernichtende Plagen. Und der Pharao, der selbst nur eine harte unerbittliche Sprache gewöhnt ist, muss knochenhart durchbuchstabieren, was es heißt, sich gegen Gott zu stellen.

Leider ist diese Geschichte brandaktuell. Denn Demut oder gar Demut vor Gott scheint zurzeit wieder wenig gefragt zu sein. Wer als Politiker die Zügel an sich reißt, lautstark auftritt und einfache Lösungen weiß, ist bei einer wachsenden Zahl von Menschen stark gefragt. Es lohnt sich also, die Bibel wieder neu in die Hand zu nehmen. Es lohnt sich, für Bürger und Politiker, alle politischen Konzepte mit dem Maßstab der Demut vor Gott und dessen Werten zu messen. Wie damals die Mütter und Väter des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.  

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