/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Uneigennützige Nächstenliebe

Horst Kretschi über Lukas 14, 13-14.

Bibelvers

Wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten.

Lukas 14,13–14

„Eine Hand wäscht die andere!“ Diesen Satz hört man immer dann, wenn es um Gefälligkeiten geht. Wenn ich was für Dich mache, dann mach Du auch was für mich! Klingt logisch! Das ist schließlich das System, auf dem weltweit Handel und auch soziale Beziehungen funktionieren. Sonst könnte es am Ende dazu kommen, dass einer immer nur verliert und ausgenutzt wird und der andere nur gewinnt und Nutznießer ist.

Jesus hat gegen dieses Prinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens jedoch ein zunächst gewöhnungsbedürftiges Gegenkonzept gesetzt. „Wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir aber vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.“

Menschen sollen freigiebig sein, ohne eine Gegenleistung zu erwarten! Eine gewisse Art von Belohnung - wenn man es denn so bezeichnen will - gibt es erst später: In einer anderen Welt und in anderer Münze. Nichts, was sich zählen lassen könnte, und dennoch kann ich darauf zählen! Jesus will die Menschen weg bringen von den gewohnten Denkmustern und Verhaltensweisen. Sie sollen selbstlose Nächstenliebe üben und ihr Vertrauen nicht auf weltliche Güter setzen, sondern auf Gottes Gnade und Zuspruch. Diese Aufforderung von Jesus ist heute noch ungebrochen aktuell und herausfordernd. Bin ich heute dazu bereit, selbstlos zu handeln, weil ich weiß, dass Gott das gut finden würde? 


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