/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Strafe ist nicht das letzte Wort

Bibelvers

Ach HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich.

Jeremia 32,17

Wenn ich mit meiner Frau mal wieder ins Kino gehen will, dann muss ich schon sehr genau auswählen, welcher Film es ist. Nicht zu brutal, nicht zu langweilig, nicht zu verrückt, nicht zu flach, nicht zu ... Sie merken schon: Ich muss mich da ganz schön anstrengen. Um so mehr ärgere ich mich, wenn ich mich mal wieder auf einen Trailer verlassen habe, der in den schönsten Bildern einen super Film versprochen hat - und dann ist der Inhalt völlig anders.

So ähnlich geht es mir übrigens auch mit Bibelversen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind. Man liest sie, ist beeindruckt, schlägt dann die Bibel auf - und es ist völlig anders. Woran denken Sie zum Beispiel bei folgendem Text aus dem Buch des Propheten Jeremia: "Ach HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgereckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich." ... Beeindruckende Schöpfung? ... Unglaubliche Wunder? Ok, das gehört alles zu Gott, aber darum geht es in diesem Text nicht. Es geht um einen Ackerkauf, den Untergang Jerusalems als Strafe für die Gottlosigkeit Israels und es geht bei den gerade gehörten Worten um die Bitte an Gott, er möge doch diesen Untergang verhindern - eine Bitte, die übrigens nicht erhört wird! Jerusalem wird erobert, aber der darin gekaufte Acker soll ein Sinnbild dafür sein, dass eines Tages Gott an dieser Stelle wieder sein Volk sammeln will - in Jerusalem. Seine Strafe ist nicht das letzte Wort.

Manchmal könnte man auch heute glauben, Ereignisse in der Welt sind eine Strafe Gottes. Aber wir leben inzwischen in der Zeit des Neuen Testamentes. Zwar erlässt Gott auch heute nicht die Strafe für die Gottlosigkeit der Menschen, aber er hat diese Strafe selbst auf sich genommen, am Kreuz von Golgatha. Nein, Strafe ist nicht sein letztes Wort - er lädt ein, ihm zu glauben, auf ihn zu vertrauen.

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