/ Anstoß - Gedanken zum Tag

"Dein ist mein ganzes Herz"

Ulrike Schild über Markus 12, 32-33.

Ein Klassiker unter den deutschen Schlagern.  Heinz Rudolf Kunze mit: „Dein ist mein ganzes Herz“. Wer diesen Oldy  einmal gehört hat - wird ihn nicht wieder los. Dein ist mein ganzes Herz. Zu wem sagen wir das?  Am häufigsten sicherlich zum Partner, zur Partnerin. Zumindest in Zeiten der Verliebtheit. Dein ist mein ganzes Herz, das sagen manche allerdings auch zu ihrer Arbeit, ihrem Geld, ihrer Sucht. "Dein ist mein ganzes Herz". Nettes Lied, schnell daher gesungen. Aber ganz schön herausfordernd, wenn man das zu einem Menschen sagt. Eine Aussage - mit Absolutheitsanspruch.

Solch einen Satz mit Absolutheitsanspruch finden wir auch im Markusevangelium. "Es ist nur einer und keiner außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften...das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer." Da könnte man auch die Überschrift drüber setzen: Dein ist mein ganzes Herz. Dieser Satz aus dem Markusevangelium geht in die Vollen,  geht ans Eingemachte. Es geht um den Kern unserer Gottesbeziehung. Jemand hat mal gesagt: Eine halbe Sache ist ein ganzer Unsinn. So ist das auch mit dem Glauben an Gott: So ein bisschen fromm sein bringt eigentlich gar nichts. Außer vielleicht ab und zu mal ein gutes Gefühl.

Gott möchte absolut keine halben Sachen. Durch die ganze Bibel hindurch ruft er uns ja schon lange zu: Dein ist mein ganzes Herz. Du, Mensch, ich bin verliebt in Dich.  Ich liebe Dich. Und er wartet auf meine Antwort. Er will es auch von mir hören klar und unmißverständlich: Dein ist mein ganzes Herz. Dann erst kann die Beziehung zu Gott funktionieren.


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