/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ich bin, der ich bin

Bibelvers

Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: »Ich werde sein«, der hat mich zu euch gesandt.

2. Mose 3,14

Wenn mich jemand fragt: Wer sind Sie?‘, dann sage ich zunächst ganz klar meinen Namen. Ich bin Ulrike Schild. Aber natürlich weiß mein Gegenüber dann immer noch nicht, wer ich wirklich bin. Dazu müsste ich dann weiter ausholen. Oder noch besser: Man müsste Zeit miteinander verbringen, um heraus zu bekommen, wie in etwa der andere ‚tickt‘.

Doch es geht heute nicht um meinen Namen, sondern um den Namen Gottes. Mose möchte den nämlich gerne wissen. Er  war aus Ägypten geflohen. Dort gab es viele Götter: Anubis, Apis, Re, Isis, Amun  – und wie sie alle hießen.

Und dann ist Gott dem Mose begegnet und er wird berufen das Volk Israel aus Ägypten zu führen. Auf diesem Hintergrund müssen wir seine Frage an Gott verstehen: „Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen?“

Gott lässt sich auf Moses Frage ein und nennt ihm seinen Namen. Und der lautet ungefähr so:
„Ich bin, der ich bin.“ Oder: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Oder auch: „Ich will der sein, der ich sein will.“
All diese Über­setzungen sind möglich. Oder auch Jahwe – der, der ist, der er ist. Ob Mose jetzt klüger ist?

Und wir? „Ich bin, der ich bin“. - Was heißt das denn? Wohl unter anderem auch das: Ich habe keinen Namen wie die anderen Götter. Ich bin ganz anders. Ihr könnt mich nicht benennen, nicht begreifen, nicht beschwören. Ich bin – der ich bin. Der einzig wahre Gott, unsichtbar, unbegreiflich, größer als alle menschlichen Bilder, Vorstellungen und Namen. Also, feststeht: Gott kann man unmöglich in ein paar Buchstaben klemmen.

Und doch ist er auch nicht weit weg, über den Wolken, er ist ganz nah bei seinen Menschen. Er ist, der er ist. Vor allem ist er erfahrbar. Mose hat das auf vielfache Weise erfahren. Was hat der nicht alles mit dem: „Ich-bin-der-ich-bin-Gott“ erlebt!?

Das können wir auch.  Wie ich es zuvor schon erwähnt habe: Um einen Menschen kennen zu lernen, müsste man viel Zeit miteinander verbringen, Vertrauen aufbauen, um heraus zu bekommen, wie in etwa der andere ‚tickt‘, wie er wirklich ist.  

So ist das auch mit Gott. Zeit mit ihm verbringen, mit ihm das Leben teilen, auf Entdeckungsreise gehen – in der Bibel. Dann werde ich ihn mehr und mehr kennen lernen – und Spuren Gottes in meinem Leben wahrnehmen. Der große Gott möchte nur allzu gerne in mein kleines Leben hineinkommen.

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