/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Sorge nicht, vertraue!

„Herz, lass dein Sorgen sein, Sorgen schafft Angst und Pein“. So begann ein Lied aus dem 19. Jahrhundert von Julius Carl Reinhold Sturm, das wir als Kinder gesungen haben. Wenn man diese Liedzeile heute im Jahr 2016 hört, wirkt es wie ein Selbstgespräch: Ich verbiete mir etwas, was ich mir gar nicht verbieten kann. Sorge nicht! Ist das nicht oft der verzweifelte Versuch, dem Einhalt zu gebieten, was gerade an unserer Seele und an unserem Herz nagt? Ein Versuch, die Fragen und das Grübeln über die Zukunft von uns und unseren Kindern einfach abzustellen. Die Zukunftsangst ist ein Phänomen in unserem Land, in dem in einem Maß Vorsorge getrieben wird wie fast nirgendswo. Es gibt Versicherungen für fast alles, wir können oft Geld und Vermögen für später an die Seite legen, anders als die meisten Menschen auf der Welt.   

Darum sollt ihr nicht sorgen. (Matth. 6,31) So lautet ein markanter Ausspruch von Jesus Christus aus der berühmt geworden „Bergpredigt“. Hier spricht Gott zu uns, nicht wir im Selbstgespräch. Das ist unser Dilemma: Weil wir Gott vergessen haben, müssen wir in die aussichtslosen Diskussionen mit unserem Herzen eintreten. Ganz anders ist es mit diesem Aufruf aus der Bergpredigt: Gott bringt sich bei uns ins Gespräch. Er rät uns, uns nicht zu sorgen. Warum? Weil der, der sich um Vögel und Lilien und das einfache Gras vorbildlich kümmert, erst recht unser Vertrauen verdient hat. Er kümmert sich! Garantiert. Ohne Vertrauen geht gar nichts im Leben. Jesus lädt uns ein: Sorge nicht, vertraue mir!

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