/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Strahlende Gesichter

Bibelvers

Die Gerechten werden leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich.

Matthäus 13,43

Bei manchen Sätzen aus der Bibel kann einem buchstäblich ein Licht aufgehen. Zum Beispiel bei diesem Satz hier: "Die Gerechten werden leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters." Jesus hat das gesagt, im Matthäusevangelium Kapitel 13 kann man's nachlesen.

Nun ist die spannende Frage: Wer sind denn die Gerechten, von denen Jesus hier spricht? Sind damit vorbildliche Menschen gemeint, die die Gebote Gottes übererfüllen? Ist der sprichwörtliche "Zaddik" gemeint, hebräisch für: der Gerechte, der in den Erzählungen des osteuropäischen Judentums oft recht unscheinbar daher kommt, nicht viel Aufhebens von seiner Frömmigkeit macht und zum Beispiel als Synagogendiener den anderen hinterher räumt?  

Wer sind die Gerechten? Eine Aussage des Apostels Paulus kann uns auf die Sprünge helfen. Der hat an einen seiner Assistenten und Freunde geschrieben: "Für mich liegt die Krone der Gerechtigkeit bereit. Die verleiht der Herr, der gerechte Richter, am jüngsten Tag all denen, die seine Erscheinung lieb haben" (2. Tim. 4,8). Die Gerechten haben also nichts geleistet, sondern werden von Gott gerecht gesprochen, weil sie ihn lieben. Und wie heißt es von Abraham, dem Stammvater aller Gläubigen, schon im ersten Buch der Bibel: "Er glaubte an Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet" (1. Mose 15,6).

Gerecht ist also, wer auf Gott vertraut. Auf den Gott, den Jesus uns als liebevollen Vater beschrieben hat. Wenn die Gerechten so strahlen, wie ein Kind strahlt, wenn es sich in die Arme des Vaters wirft, dann wird die neue Welt Gottes ein ziemlich heller Ort.   

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