/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Meine Bibel

Stefan Loß über Titus 3,9.

Bibelvers

Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig.

Titus 3,9

Meine erste Bibel war eine typische Schulbibel. Din A 5, reichlich zerfleddert und mit vielen Ausrufe- und Fragezeichen am Rand. Ich erinnere mich noch gut, wie ich an einem Abend kurz vor meiner Konfirmation die Weihnachtsgeschichte gelesen habe. Ganz allein, nur ich und meine Bibel auf dem Boden im Esszimmer meiner Eltern. Zum ersten Mal konnte ich glauben, dass das, was da geschildert wird, tatsächlich passiert ist. Gottes Sohn wird Mensch – in einem kleinen dreckigen Stall. Gänsehaut!

Die Bibel wurde mir zu einem treuen Begleiter. Zweieinhalbmal habe ich sie ganz durchgelesen. Ein ausgesprochen starkes Buch, das die unglaubliche Geschichte erzählt von einem Gott, der die Menschen liebt.  Anfangs haben es mir die vielen spannenden Geschichten angetan, später war ich fasziniert von den Briefen der Apostel. Ich habe das Gespräch gesucht mit Menschen, die sich besser auskennen mit den alten Texte als ich: Pfarrer, Pastoren, Theologen. Vieles hat mir die Augen geöffnet. An manchen Stellen bin ich schier verzweifelt. Viele Fragen sind immer noch offen. Aber zum Glück muss ich ja auch nicht alles verstehen, nicht alles begründen können und nicht die letzte theologische Frage auch noch beantworten können.

Selbst Paulus, der große Theologe der Bibel warnt in einem seiner Briefe vor einem falschen Umgang mit dem Wort Gottes: „Von törichten Fragen aber, von Geschlechtsregistern, von Zank und Streit über das Gesetz halte dich fern; denn sie sind unnütz und nichtig.“ Schreibt er in seinem Brief an Titus. Eine klare Ansage, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Zum Beispiel auf diesen Vers im Neuen Testament, der bis heute die Welt aus den Angeln hebt: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ Das ist doch mal ein Wort! 


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