/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Einer für alle

Bibelvers

Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

2. Kor. 5,18

„Einer für alle, alle für einen.“ Das Motto der drei Musketiere. Sprichwörtlich stehen sie füreinander ein, halten buchstäblich den Kopf für den anderen hin. Das Sinn- und Vorbild für Solidarität schlechthin.

„Einer für alle, alle für einen.“ Erdacht hat sich dieses Motto der französische Romanautor Alexandre Dumas, als er im 19. Jahrhundert die Geschichte dieser abenteuerlichen Soldatenbruderschaft und Männerfreundschaft zu Papier gebracht hat.

Doch der Kern dieses Mottos ist in Wirklichkeit viel älter. Er geht zurück auf die Bibel. Genauer auf einen Text des Apostels Paulus. Darin beschreibt der Apostel, wie Jesus Christus als „einer für alle“ ans Kreuz gegangen ist, um die Schuld der Welt auf sich zu nehmen und dass Gott in seinem Sohn lieber alle Qualen auf sich nimmt, als die Menschen leiden zu lassen.

„Gott hat uns mit sich selber versöhnt in Christus“ Das ist die bahnbrechende Erkenntnis, die Paulus daraus gewinnt. Denn sie hat Konsequenzen für unser Gottesbild. Gott ist nicht der strafende Richter, für den ihn viele bis heute halten. Sondern Gott ist der Gott der Gnade und der bedingungslosen Liebe. Und die zeigt er, indem er sich am Kreuz hinrichten lässt und für alle seinen Kopf hinhält. Vor so einem Gott muss ich nicht zittern und ihn verantwortlich machen für mein unabwendbares Schicksal. Vielmehr kann ich auf diesen Gott vertrauen, und mich auf ihn verlassen, so wie die Musketiere damals untereinander mit ihrem Motto „Einer für alle – alle für einen.“

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