/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Überzeugend? Ja, mit Gottes Hilfe!

Bibelvers

Jesus betete: Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.

Johannes 17,11

Es war Ende der 80er Jahre. Ich war Pastor. Einer der Kollegen dachte intensiv nach. Was müsste denn geschehen, damit die Menschen in unserer Region die Einheit der Christen wahrnehmen könnten, die ja Jesus ganz wichtig war? Mit den Augen der Bevölkerung gesehen war ihm klar: Marketingtechnisch war doch die Vielfalt der einzelnen Gemeinden und der Konfessionen eine Katastrophe. So viele verschiedene Angebote, so viel Unklarheit. So wenig Einheit. Und so forderte und warb er für einen „evangelischen Papst für die Region“, für einen „Heiligen Vater“ der Protestanten. Einer, der für alle spricht. Abgesehen davon, dass das die Kirchengeschichte auf den Kopf gestellt hätte: Es war ein Wolkenkuckucksheim. 

Wer kennt das Dilemma nicht, aus dem der Pastorenkollege eine Lösung suchte? Könnte die Antwort nicht ganz woanders liegen? Das zweite wichtige von Jesus überlieferte Gebet neben dem Vaterunser ist das „Hohepriesterliche Gebet“, das Jesus vor seinem Leiden und Sterben gebetet hat. Dort finden wir die Antwort! Jesus selbst, der übrigens Gott als „Heiliger Vater“ anspricht, formuliert so: 
Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir. (Johannes 17,11)
Das ist die Antwort. Das ist die Herausforderung. Und die Lösung des Dilemmas. Von Gott und seinem Wesen zu lernen, heißt von Jesus zu lernen. Das ist das Kennzeichen von Christen, egal zu welcher Kirche sie gehören: Sie wollen wie Jesus werden. Er liebte – und ließ sich das alles kosten. Ich will so wie Jesus werden – auch wenn das ein langer Weg ist. Und dafür bitte ich um Gottes Hilfe.

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