/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ehrlichkeit überzeugt

Von welchen Menschen habe ich eigentlich geistlich am meisten profitiert? Wenn ich ein bisschen in meinem Gedächtnis krame, dann stelle ich fest – es waren gerade nicht die perfekten Menschen, die den Superchristen mimen.

Es waren vor allem die ehrlichen Menschen, von denen ich profitiert habe. Also solche, die nicht so tun, als wüssten und könnten sie alles besser, sondern die, die auch darüber sprechen, wo sie ihre Schwierigkeiten haben, wo sie an Herausforderungen scheitern und dass ihnen durchaus auch einmal etwas misslingt. 

Und für diese Menschen gibt es sogar ein prominentes Vorbild aus der Bibel. Es ist der Apostel Paulus. Der schreibt einen Lehrbrief an seinen Schüler Timotheus, und stellt sich seinem Schüler so vor: 

„Ich danke unserem Herrn Jesus Christus, der mich stark gemacht und für treu erachtet hat und in das Amt eingesetzt, mich, der ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler war; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren.“

Sollte Timotheus so einem Menschen glauben? Kann Timotheus auf die Worte eines solchen Hallodri etwas geben? Ich meine, ja. Weil Paulus grundehrlich ist. Weil er sagt, wie es um ihn bestellt ist und weil er für klare Verhältnisse sorgt. Timotheus weiß jetzt, an wem er ist.

Und auch dies wird bei Paulus ganz deutlich: Nicht er als Lehrer steht im Mittelpunkt, sondern Gott mit seiner großen Gnade, dem Paulus sein Leben und Wirken zu verdanken hat. Und das ist für beide, Lehrer und Schüler, die eigentliche Grundlage, die weit über die eigene Person und ihre persönlichen Leistungen und Begrenzungen hinausweist.


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