/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Gute Entscheidungen treffen

Stefan Loß über 2. Chronik 30,18.19

Bibelvers

Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.

2. Chronik 30,18.19

Ich bin gerne mit dem Rad im Wald unterwegs – auch mal auf Strecken, die ich noch nicht so gut kenne. Einmal habe ich einen schönen Waldweg gefunden. Nicht zu steil und gut befahrbar. Jedenfalls am Anfang. Nach ein paar hundert Metern wurde es immer steiler, aber ich habe meinen ganzen Ehrgeiz zusammen genommen und mich den Berg hochgekämpft. Das zog sich. Nach guten 2 Kilometern war ich dann oben. Ein großer runder Platz. Das Problem: es ging nicht mehr weiter. Ende Gelände. Ich musste wohl oder übel das ganze Stück, das ich mich mühsam hochgekämpft hatte, wieder runterfahren. 

Seit diesem Tag weiß ich, was ein Holzweg ist – eine Sackgasse mitten im Wald. Wieder was gelernt. An einer Weggabelung habe ich eine Entscheidung getroffen und später wurde mir klar, es war die falsche. Mit Entscheidungen habe ich tagtäglich zu tun. Bei kleinen Dingen entscheide ich meist aus dem Bauch heraus. Für größere, wichtigere Entscheidungen lasse ich mir mehr Zeit. Wäge ab so gut es geht.

Manchmal schwingt dann bei solchen Entscheidungen die Angst mit – Angst, vor den Konsequenzen wenn ich die falsche Alternative gewählt habe. Als Christ ist es mir wichtig, Gott in meine Entscheidungen mit einzubeziehen. „What would Jesus do?“ – was würde Jesus tun? Vor einigen Jahren waren solche Armbänder groß in Mode. Wenn das immer mal so einfach zu beantworten wäre: Was würde Jesus jetzt an meiner Stelle tun? Zum Glück ist Gott nicht jemand, der nur darauf wartet, dass ich Fehler mache. Bei ihm kommt es nicht darauf an, ob ich alles richtig mache, sondern er sieht viel mehr auf das Herz, das dahinter steckt.

Im Buch der Chronik, im Alten Testament heißt es: „Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen.“ Das heißt nichts anderes als: Gott sieht mir ins Herz. Ich muss keine Angst haben, falsche Entscheidungen zu treffen. Wenn das Herz am rechten Fleck ist – wenn ich nach Gott suche, nach seinem Willen frage, dann ist er mir gnädig – auch dann, wenn ich durch meine eigenen Entscheidungen mal auf dem Holzweg lande. Denn: bei Gott gibt es keine Sackgassen – im Wald nicht und auch nicht im richtigen Leben. 


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