/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Leben aus Gottes Hand

Bibelvers

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Matthäus 6,26

Lange Jahre stand die gute alte Kaffeemühle auf dem Schrank. Neulich habe ich die Mühle runtergeholt, Kaffeebohnen eingefüllt und die Bohnen dann unter Quietschen und Knirschen langsam und genüsslich gemahlen.

Und tatsächlich: irgendwie roch dieser eigenhändig hergestellte Kaffee viel besser als der aus dem Vollautomaten. Und seitdem mache ich das öfter. Ich habe es satt, einfach immer nur auf den Knopf zu drücken. Ich will endlich wieder selbst etwas tun. Denn ich habe den Eindruck, dass ich in unserer modernen Gesellschaft in einer völlig verkehrten Welt lebe.

Jesus konnte seine Jünger noch in Staunen versetzen mit einem Satz wie diesem: Seht die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten nicht, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

Da kann der moderne Supermarktgänger von heute nur müde lächeln. Denn es ist doch immer alles da, und dazu noch viel reichhaltiger als in der Natur. Und genau da liegt das Problem! 

Alles, was ich täglich konsumiere, muss erst mit Gottes Segen wachsen und oft unter harten Bedingungen von anderen Menschen hergestellt werden. Aber ich sehe meine Gedankenlosigkeit und dass ich davon gar nichts mehr warhnehme.

Morgen beginnt die Fastenzeit. Eine gute Gelegenheit, diese Gedankenlosigkeit aufzubrechen. Ich will mir wieder neu ins Bewusstsein rufen, dass die Dinge, die mir scheinbar zufliegen, nicht selbstverständlich sind. Ich will mir ins Bewusstsein rufen, dass ich mein Leben, und das, was mich am Leben hält, eben nicht einfach auf Knopfdruck bekomme, sondern allein aus der Hand anderer Menschen - und völlig unverdient aus Gottes Hand, weil ich es ihm wert bin, wie Jesus in dem Bibelvers sagt. Und das ist alles andere, als selbstverständlich sondern ein riesiges Privileg, über das ich neu lernen will zu staunen.

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