/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ach, könnte ich doch Jesus sehen!

Michael vom Ende über Johannes 12, 20

Bibelvers

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest.

Johannes 12, 20

Für eine Show hat die englische Rundfunkanstalt BBC vor einigen Monaten Frauen eingeladen, die weltberühmte Sängerin Adele als ihr großes Idol zu imitieren. Was diese Frauen nicht wussten: Die echte Adele war eine von ihnen, geschickt von den Maskenbildnern verfremdet. Als die echte Adele zu singen begann, fielen einer Imitatorin nach der anderen die Kinnlade herunter. So wurde er unerwartet wahr: Ihr sehnlicher Wunsch, einmal ihrem Idol zu begegnen und es kennenzulernen.

So stelle ich mir den Wunsch der Griechen vor, die vor 2.000 Jahren anlässlich eines großen religiösen Festes im israelischen Jerusalem zu einem der Vertrauten von Jesus kamen und sagten: „Wir wollten Jesus gerne sehen.“ (Johannes 12, 20.21) Interessanter Weise lässt der biblische Bericht offen, ob es dann zu dieser Begegnung des Kennenlernens kam.

Aber der Wunsch und diese Sehnsucht sind bis heute in vielen Menschen: Ach, könnte ich doch Jesus sehen – mit meinen eigenen Augen. Ich gebe zu: Ich würde Jesus auch gerne „in echt sehen. Und dann würde ich ihn gerne auch den Anderen vorstellen und zeigen. Dann wäre es für mich leichter zu glauben. Und bestimmt auch für die Anderen! 

Wirklich? Leider gibt es dafür keine Belege. Damals haben Menschen nicht geglaubt, obwohl sie Jesus sahen. Heute glauben Menschen, obwohl sie Jesus nicht sehen. Das heißt: Jesus vor den inneren Augen des Herzens zu haben - das ist für einen Menschen zu Lebzeiten möglich. Mehr zu sehen gibt es erst danach! Dann aber wird dieser sehnliche Wunsch wahr!


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