/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Der Geist Gottes befreit von Angst

Bibelvers

Und nun, Herr: Gewähre deinen Knechten, in aller Freiheit dein Wort zu verkündigen.

Apostelgeschichte 4,29

Seine Tochter kam von der Schule nach Hause ohne die Kette mit dem Kreuz um den Hals. Was war passiert? Der Lehrer hatte sie ihr mitten im Unterricht weggenommen. Das ging zu weit! Der erboste Vater ging zum Schulleiter. Er pochte auf die verbriefte Religionsfreiheit in der DDR. Das Ende der Geschichte: Der ideologisch verblendete Pädagoge musste sich vor der Klasse entschuldigen – und die Kette zurückgeben – an das Mädchen, das heute meine Schwägerin ist.

Ich finde es mutig, wie sich mein Schwiegervater damals verhalten hat. Er hat sich nicht von der Angst bestimmen lassen. Dort, wo die Freiheit, den eigenen Glauben zu bezeugen, in Gefahr war, hat er den Mund aufgemacht.

Für mich ist er ein Vorbild, so wie die ersten Christen vor 2000 Jahren in Jerusalem. Die religiösen und politischen Führer der damaligen Zeit wollten sie mundtot machen. Doch sie gaben nicht klein bei. Sie wandten sich in der Not an ihren Gott mit der Bitte: „Hilf allen, die an dich glauben, deine Botschaft ohne Angst weiterzusagen.“

Mein Schwiegervater ist ein Handwerker, kein großer Redner. Vielleicht hätte ihm das forsche Auftreten vor dem Schulleiter vorher niemand zugetraut. Aber der Geist Gottes kann Menschen fähig machen, ihre Angst abzulegen – vor 2000 Jahren ebenso wie zur Zeiten der kommunistischen Diktatur – und ganz bestimmt auch heute.

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