/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Die Ketten sprengen

Bibelvers

Und (er) führte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war.

Apostelgeschichte 16,34

Ein Gefängnisaufseher will auf Nummer Sicher gehen. Er steckt zwei Gefangene ins Innerste des Gefängnis und schließt ihre Füße in einen Block. Alles richtig gemacht? Im Prinzip ja. Doch trotzdem kommt es anders. In der Nacht gibt es ein Erdbeben. Die Gefängnismauern bersten und der Block zerspringt. Überraschung: Die Gefangenen bleiben einfach da, obwohl sie befürchten müssen, sofort wieder in Ketten gelegt zu werden. So geschehen vor 1950 Jahren im mazedonischen Philippi.

Es ist nicht überliefert, was für den Gefängnisaufseher der größere Schrecken oder das größere Wunder ist. Jedenfalls wird er in seiner Existenz so erschüttert, dass er seine beiden Insassen fragt: Was muss ich tun, damit ich gerettet werde? Und diese beiden, der Apostel Paulus und ein Mitarbeiter, raten ihm, an Jesus Christus zu glauben. An Jesus Christus, der sie so frei gemacht hat, dass sie aus dem offenen Gefängnis nicht fliehen, sondern einfach bleiben und souverän über den Dingen stehen.

Diese Begebenheit steht in der Apostelgeschichte und dort heißt es weiter: Der Gefängnisaufseher freute sich mit seinem ganzen Hause, dass er zum Glauben an Gott gekommen war. Eine mitreißende Geschichte. Gott kann Mauern sprengen. Gott kann aber auch dafür sorgen, dass sich Menschen, trotz schwerer Nachteile, die sie befürchten müssen, so verhalten, wie andere es garantiert nicht von ihnen erwarten. Mich fordert diese Geschichte heraus und ich frage mich: Hätte ich eigentlich den Mut wie Paulus und sein Mitarbeiter, andere mit meinem Gottvertrauen so aus der Fassung zu bringen, dass sie dahinter Jesus erkennen?

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