/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Die Sache mit der Demut

Wolf-Dieter Kretschmer über 1. Petrusbrief 5, 5-7

Bibelvers

Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade. Beugt euch also demütig unter die starke Hand Gottes, damit er euch zu seiner Zeit erhöhe. All eure Sorge werft auf ihn.

1. Petrus 5,5–7

Mit dem Stolz und der Demut ist das so eine Sache. Stolze Menschen sind mir in der Regel unsympathisch. Ihr selbstbewusstes Auftreten weckt bei mir den Verdacht der Arroganz. Und die kann ich partout nicht ausstehen. Aber Demut ist mir auch nicht geheuer. Klar, auf dem unteren Weg hat man wenig Gegenverkehr, heißt es so schön. Aber alleine da unten unterwegs sein will ich auch nicht.

„Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade. Beugt euch also demütig unter die starke Hand Gottes, damit er euch zu seiner Zeit erhöhe. All eure Sorgen werft auf ihn,“ schreibt der Apostel Petrus in seinem ersten Brief, Kapitel 5, 5-7.

Dass Gott hochmütige Menschen in ihre Schranken weist, das lese ich in der Bibel an verschiedenen Stellen. Den einen bestraft er mit schwerer Krankheit, dem anderen nimmt er dessen Macht und Einfluss.

Spannender finde ich, dass Gott den Demütigen seine Gnade schenkt. Gnade ist ja die wohlwollende Zuwendung Gottes zu einem Menschen, der das nicht verdient hat. Gnade ist immer ein Geschenk, also nichts, was ich mir verdienen könnte. 

Wenn ich mich also freiwillig Gottes Autorität unterordne und seiner „starken Hand vertraue“, darf ich mit etwas rechnen, das mir eigentlich gar nicht zusteht: Gottes Wohlwollen.

Das wiederum gibt mir Mut, den Worten von Petrus zu folgen. Ich werfe alle meine Sorgen auf Gott, denn ich weiß: In seiner starken Hand sind meine Sorgen bestens aufgehoben.


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