/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Satz voller Wucht

Michael vom Ende über 2. Mose 20,3

Bibelvers

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir."

2. Mose 20,3

Es gibt so Sätze, die muss man im Original hören. Zum Beispiel dieser: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." (2. Mose 20, 3) Ein Satz aus den zehn Geboten im Originalton Martin Luthers. Ein Satz voller Wucht. Er klingt gut, aber was meint er? Und hat er eine Bedeutung für heute?

Im letzten Monat gab es einen bemerkenswerten Vorgang in England. Die Kirche hatte einen Werbespot produziert. Inhalt: Das Vaterunser, gesprochen von verschiedenen Personen. Die Kirche wollte diesen Spot im Vorprogramm der neuen Episode von „Star Wars“ in den englischen Kinos zeigen. Die aber lehnten das ab. Einer der Bischöfe reagierte unerwartet mit folgenden Worten: Ich stimme mit der Entscheidung nicht überein, und auch nicht mit den Gründen, die sie angeführt haben. Ich hoffe, dass die Entscheidung rückgängig gemacht wird. Aber aus dem Gesichtswinkel von weltweit agierenden Firmen und einer weltweiten Konsumkultur, aus der Perspektive der Götter und dem Geist unserer Zeit gibt es tatsächlich sehr gute Gründe, um das Vaterunser in den Kinos zu verbieten.

"Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Gott – und die Götter und der Geist unserer Zeit. Wer diesem Gebot folgt, lebt alternativ. Anders als es die Götter unserer Zeit fordern. Die Götter mit den Namen „Konsum“, „Ignoranz“ oder „Macht“. Leben wir lieber mit dem Original: "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Und wenn dieser Satz dann uns erreicht? Und wenn wir mit ihm unserer Welt begegnen? Das könnte ein spannender Tag werden heute! 


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