/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Sich selbst ent-schuldigen

Bibelvers

Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.

Markus 2,5

Einmal jemanden versehentlich angerempelt oder auf den Fuß getreten: Da ist eine Entschuldigung vollkommen in Ordnung. Ein etwas komisches Bauchgefühl beschleicht mich allerdings, wenn jemand richtig viel auf dem Kerbholz hat: Ein Manager, der Milliarden in den Sand gesetzt und damit Arbeitsplätze vernichtet hat – und der dann mit einem „Entschuldigung“ vor die Presse tritt: Reicht das?

Eigentlich kann sich niemand selbst ent-schuldigen. Entweder, die Schuld bleibt auf einem lasten – oder jemand anderes nimmt die Ent-Schuldigung an – oder noch besser die Schuld auf sich.

Jesus sagte zu einem gelähmten Mann, der von seinen Freunden zu ihm gebracht wird: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“

Jesus weiß: Das Kernproblem dieses Mannes wird nur dadurch gelöst, dass er von seiner Schuld frei wird – und indem ihm jemand die Vergebung der Sünden zuspricht. Jesus konnte das. Nicht als flotter gut gemeinter, aber wirkungsloser Spruch. Sondern weil er selbst die Schuld jedes Menschen auf sich genommen hat. Weil er sich gewissermaßen selbst zum Sündenbock hat machen lassen. Das war seine Mission. Und das kann Jesus bis heute: Sünden vergeben und Schuld aus der Welt schaffen.

Ent-Schuldigung ist also möglich: Nicht nur bei alltäglichen Missgeschicken, sondern auch bei den ganz großen Dingen, die mir auf der Seele liegen.

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