/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Dienen als Grund zur Freude

Ulrike Schild über Josua 24,24

Bibelvers

Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen."

Josua 24,24

Wenn ich Menschen bitte, mir zu erzählen, woran sie sich erfreuen, dann stöhnen sie manchmal. Ach, sagen sie, von meinem Leben sieht man doch nichts. Ich sitze am Telefon, ich verwalte doch nur, seufzt eine Büroangestellte. Ich putze doch bloß und kümmere mich um die Kinder, sagt die Hausfrau. 
Und ich pflege meine hilfsbedürftige Mutter, dafür werde ich wohl auch keinen Orden bekommen, sagt die Tochter.
Ach ja, es gibt immer einen Grund zu mäkeln. Nichts erscheint uns groß und gut genug.
 
Ist das aber nicht eine furchtbar falsche Summe, die wir ziehen?

Wir vergessen, dass es eine Gnade ist, mit diesen oder jenen Menschen unterwegs sein zu dürfen, einen Job zu haben, der einen halbwegs ernährt, vielleicht eine Arbeit zu tun, die klein aber fein ist. Tatsache ist doch: Bei etwas Nachdenken findet doch jeder etwas, wo sein ganz persönlicher Grund zur Freude liegt.

Und eben auch dieses: Egal, wo wir stecken, was wir auch tun, was unsere speziellen Aufgaben sind - wir tun‘s doch auch im Namen Gottes. Letztendlich und genau genommen dienen wir ihm doch – mit all unserem Sein. Jemand hat mal gesagt: „Es kann eigentlich alles zum Sakrament werden: Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden. Spalte das Holz und ich bin da. Dem Staunenden und dem Dienenden gehört das Reich Gottes.“
Und aus dem Buch Josua kommt dieser Satz:
"Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen“. Darum geht’s.


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