/ Anstoß - Gedanken zum Tag

2.Korinther 1,20

Ein Impuls zur Tageslosung

Bibelvers

"Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe."

2.Korinther 1,20

Redensarten auf dem Prüfstand. Heute: „Zu allem Ja und Amen sagen“ – was bedeutet das, und wo kommt diese Redensart eigentlich her?

Die erste Frage ist schnell geklärt: Wer „zu allem Ja und Amen“ sagt, nickt alles,auch zweifelhafte Vorschläge, widerspruchlos ab. „Zu allem Ja und Amen sagen“ – das ist etwa auf derselben Ebene wie „einen Persilschein ausstellen“.

Aber wer der Herkunft der Redensart auf den Grund geht, der oder die stellt schnell fest: Ursprünglich war das mit dem Ja und Amen ganz anders gemeint. Es geht zurück auf einen Abschnitt aus dem 2. Brief des Apostels Paulus an die Christen im griechischen Korinth. Und dort steht zunächst nichts von Ja und Amen, sondern vor allem vom Ja. Wörtlich schreibt der Apostel: „Gottes Sohn Jesus Christus, der euch durch uns verkündigt wurde, ist nicht als Ja und Nein zugleich gekommen; in ihm ist das Ja verwirklicht. Er ist das Ja zu allem, was Gott verheißen hat.“

Ja, ja und nochmals ja. Und nicht Menschen sagen das – sondern Jesus Christus ist dieses Ja. Erst im Nachsatz, quasi als Antwort darauf, setzt Paulus dann fort: „Darum rufen wir durch ihn“ – durch Jesus“ -  zu Gottes Lobpreis auch das Amen.“ Was nichts anderes heißt als: Wir geben unser Einverständnis. Wir finden das gut. Wir klatschen Beifall.

Ja und Amen. Jesus Christus ist das Ja. Und er hat unser Amen, unseren Beifall verdient. 


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