/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Römer 12,7

Bibelvers

Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er.

Römer 12,7

Machtmissbrauch. Bis vor ein paar Jahren kannte kaum jemand diesen Begriff. Heute kennen ihn viele. Denn Machtmissbrauch ist anscheinend gar nicht so selten. Wenn Politiker ihren Posten dazu benutzen, um ihre Interessen durchzusetzen, oder Firmenbosse andere bestechen, oder der Chef eines Vereins alle anderen versucht wie Marionetten zu steuern, und wehe jemand tanzt aus der Reihe - der wird gemobbt.

Es gibt ein breites Spektrum von Machtmissbrauch. Und ich behaupte mal: Jeder, der auch nur ein bisschen Macht oder Einfluss hat, ist anfällig für Machtmissbrauch. Zu groß sind die Versuchungen, zu verlockend die Vorteile, die man mit Hilfe von Macht für sich herausschlagen kann.

Wie funktioniert Macht richtig? Wie soll das gehen? Nun, der Apostel Paulus schreibt einmal folgendes dazu: Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. (Römer 12,7) Oder anders ausgedrückt: Ein Amt ist nicht dazu da, zu herrschen, sondern zu dienen.

Unsere Vorväter waren sehr klug, als sie den Mächtigen in der Politik eine ganz bestimmte Bezeichnung gaben: Minister. Das heißt nämlich übersetzt „Diener“. Mit anderen Worten: Ein Minister soll seinem Land dienen – sagt schon seine Amtsbezeichnung. Pfarrer in Amerika werden übrigens oft auch als Minister bezeichnet. Sie sind Diener ihrer Gemeinde.

Nicht herrschen, sondern dienen. Nicht für sich, sondern für alle. Ich weiß, das klingt gerade in unseren Zeiten, wo viele nur auf sich achten, nicht besonders attraktiv. Aber nur so funktioniert das Zusammenleben – im Kleinen wie im Großen. Ansonsten können wir einpacken.

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