/ Anstoß - Gedanken zum Tag

1.Timotheus 1,17

Bibelvers

"Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen."

1.Timotheus 1,17

„Aber“ – ein kleines Wort mit großer Wirkung. „Aber“ – dieses Wort stellt alles zuvor gesagte auf den Kopf. „Sie sind ein guter Mitarbeiter“ sagt der Chef, „aber leider muss ich Sie trotzdem entlassen.“ Was nützt mir hier das dicke Lob, wenn im zweiten Satzteil mit dem Wörtchen „Aber“ die Guillotine fällt.

Man würde dem Wörtchen „Aber“ aber unrecht tun, wenn man es nur in negativen Zusammenhängen sieht.  

Der Apostel Paulus beispielsweise zeigt, dass es genau anders gehen kann, und dass das Wörtchen „Aber“ auch etwas sehr Positives sein kann. Er selbst schildert sich zwar im ersten Brief an seinen Schüler Timoteus in den schwärzesten Farben. Ich war ein Lästerer, Frevler und Verfolger, schreibt Paulus. Und tatsächlich ist Paulus als Saulus zunächst als beinharter Christenverfolger unterwegs und lässt Menschen wegen ihres vermeintlich falschen Glaubens töten.

Doch dann bekehrt sich Paulus zu Jesus Christus und wird selbst Christ. Frage: Darf er das überhaupt? Und genau hier greift das positive Wörtchen „Aber“. Denn Paulus schreibt weiter: Es ist aber die Gnade Gottes für mich umso reichlicher geworden und nicht mir schlechtem Menschen gebührt irgendein Ruhm, „Aber Gott dem ewigen König gebührt die Ehre.“

Die Kernbotschaft - Gott sagt zu Paulus: Eigentlich bist du verdammungswürdig aber ich rette dich. Und dieses „Aber“ ist das Grundprogramm Gottes. Er schenkt durch Jesus jedem, der es will, ein neues Leben. Bei Gott hat das Wörtchen „Aber“ also keine vernichtende, guillotinierende Wirkung, sondern es befreit, und zwar ganz und gar.

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