/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Hebräer 12,15

Bibelvers

Seht darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäume.

Hebräer 12,15

Gunst, Zuneigung, Hilfe, Liebeserweis, Güte, Nachsicht, Schonung, Wohltat, Barmherzigkeit, Wohlwollen – das sind alles Dinge, bei denen denke ich: Das will ich erleben. Das will ich haben. Und mit einem ehrlichen Blick auf mich auch: Das habe ich nötig.

Alle diese Haltungen, Taten und Gefühlsregungen lassen sich tatsächlich unter einem Begriff zusammenfassen: Gnade. Das alles ist Gnade.

Immer wieder wird in der Bibel von diesem Wort gesprochen, weil sie so wesentlich für den christlichen Glauben und für den Menschen ist. Manchmal wird die Botschaft von Jesus Christus auch als „Evangelium der Gnade“ bezeichnet.

Gnade ist die Milderung einer verdienten Strafe oder auch die Vergebung der Sünden durch Gott. Das heißt nicht, dass Gott ein „Gönner“ ist, sondern ein Liebhaber. Die Möglichkeit der Gnade hat er mir durch das größte Opfer überhaupt erst ermöglicht. Sein Sohn Jesus hat für meine Fehler bezahlt und so Gottes Gnade für mich erst möglich gemacht.

Brauche ich die Gnade Gottes überhaupt? Ich sage ja. Sie ist lebensnotwendig. Gott liebt Menschen, ohne dass sie es sich verdienen können. Also sollte ich endlich aufhören so zu leben, als müsste ich mich beweisen. Und trotzdem ist es möglich, sich die Sache mit der Gnade zu verscherzen. Im Brief an die Hebräer steht genau das: "Gebt aufeinander Acht, dass niemand die Gnade Gottes verscherzt.“ Gnade ist kein Freifahrtschein für alles. Gott ist ein gnädiger Gott, aber keiner, der sich an der Nase herum führen lässt.  Die Gnade Gottes steht jedem offen, der es ernst mit ihr meint und sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzt.

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