/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Impuls zur Tageslosung

Bibelvers

"Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte."

Psalm 86,11

„Sein Herz verlieren“ – wunderbar im Deutschen formuliert. Im Oktober 1952 kam der Film „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“ in die deutschen Kinos mit dem entsprechenden Lied darin. Ich persönlich habe ja tatsächlich mein Herz „in Heidelberg verloren“, mehr als 30 Jahre nach diesem Kinofilm. Was kann man nicht alles verlieren? Wir sind gedankenverloren, verlieren den Kopf – und eben auch das Herz. Beim Kopf geht es um das Denken, beim Herz um das Fühlen. 

Ja, es ist schön, sein Herz an einen anderen Menschen zu verlieren. Diese Formulierung macht aber auch deutlich: Das Herz ist auf der Suche. Ist ruhelos und wechselhaft. Unser Fühlen sucht ein Zuhause und ist gleichzeitig immer in Bewegung. Kann man das Herz festhalten? Kann man verhindern, dass es im Leben verloren geht? Und wo ist dazu der beste Platz? Im ersten Teil der Bibel, im Alten Testament, ist im Buch der Psalmen einmal ein Gebet abgedruckt. Darin heißt es (Ps. 86,11): „Erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.“ Bei Gott kommt unser Herz zur Ruhe! Unsere Gefühle bekommen einen Anker, der sich an Gottes Wesen misst.

„Nimm mein Herz“ - Gerhard Schöne, Liederdichter, hat 1981 in der DDR in diesem wunderschönen Lied das Herz mit einer ruhelosen Taube und einer weiterziehenden Wolke verglichen. Und mit einem steinigen und wüsten Garten, in dem zwar ein Same verborgen ist – aber der geht erst auf in Gottes Nähe, die wie Regen auf trockenem Erdreich wirkt. „Nimm mein Herz.“ Das soll mein Gebet sein. Vielleicht kann es auch Ihres werden. 

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