/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Ein Impuls zur Tageslosung

Bibelvers

Dein Volk spricht: »Der HERR handelt nicht recht«, während doch sie nicht recht handeln.

Hesekiel 33,17

Kennen Sie diesen Satz? Wenn Gott das und das zulässt, dann kann ich nicht an ihn glauben! Oder: Wenn Gott so und so handelt, dann ist das ungerecht!

Ja, ich gebe es zu. Manchmal kämpfe ich auch mit solchen Gedanken. Wenn ich mit schreiendem Unrecht konfrontiert werde, dann kommt es in mir hoch: »Das kann doch nicht wahr sein. Der HERR handelt nicht gerecht«.

Doch darum geht es dem Propheten Hesekiel nicht. Wenn ich mir den Zusammenhang des Bibelverses anschaue, mache ich eine überraschende Entdeckung:

Vorher ist die Rede von Menschen, die schlimme Dinge getan haben. Taten oder Verhaltensweisen, die vor Gott verwerflich sind und über die wir – heute vielleicht zurecht – urteilen. Es ist aber auch die Rede von Menschen, die vor Gott ihre Vergehen bekannt haben und umgekehrt sind. Solchen Menschen, spricht Gott seine Gnade zu. Das gilt auch angesichts schlimmster Verbrechen.

Das trifft mein Gerechtigkeitsgefühl. In mir bäumt sich etwas auf: Das kann doch nicht sein, dass Gott beispielsweise gnädig ist mit einem schlimmen Verbrecher!

Doch, er kann es. Jesus, der Sohn Gottes,  machte es uns vor: Einem der beiden Verbrecher, die links und rechts neben ihn ans Kreuz genagelt wurden, vergab er und sicherte ihm den Zugang zum Himmel zu. Unglaublich!

Wie gut, dass Gott nicht nach meinen Maßstäben richtet. Wie gut, dass seine Gnade für jeden reicht: für mich, wenn ich mal wieder selbstgerecht urteile und für den Bußfertigen, für uns alle.

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