/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Römer 16,19

Bibelvers

"Ich möchte aber, dass ihr mit Klugheit das Gute wählt und mit Entschiedenheit euch vom Bösen abwendet."

Römer 16,19

„Liebet eure Feinde“, hat Jesus Christus seine Anhänger gelehrt. Eine neue Regel, so unerhört – das vergisst man nicht. Ergebnis: Christen werden an diesem Anspruch gemessen. Ungläubige, Bekenntnislose, Atheisten wissen genau, was sie von Christen erwarten können. Feindesliebe gehört dazu.

Aber wie bei fast allem in der Welt gilt auch hier: Keine Regel ohne Ausnahme. Es gibt einen Feind, den müssen selbst die frömmsten Christen, die größten Fans von Jesus nicht lieben. Ganz im Gegenteil: Diesen Feind gilt es zu hassen und zu bekämpfen. Was ist das für ein Feind? Es ist das Böse, in welcher Gestalt auch immer es auftritt.

Das Böse ist vielleicht schwer fassbar, die Wissenschaft hat ihre Schwierigkeiten mit dem Begriff des Bösen, aber fraglos gibt es Bosheit in dieser Welt, und nicht zu knapp. Es gibt bösartige Verhaltensweisen, es gibt Heimtücke und Niedertracht. Aber das muss man nicht auch noch gut finden, das muss niemand tolerieren. Und Christen sind sogar ausdrücklich aufgerufen, sich dem Bösen entgegen zu stemmen – und ihm etwas entgegen zu halten. Nämlich das Gute.

Der Apostel Paulus hat den Christen im mazedonischen Thessalonich vor knapp 2000 Jahren empfohlen: „Meidet das Böse in jeder Gestalt“, und den Christen in Rom hat er geraten: „Ich möchte (aber), dass ihr mit Klugheit das Gute wählt und mit Entschiedenheit euch vom Bösen abwendet.“ Und der anglikanische Pfarrer John Wesley hat im 18. Jahrhundert kurz und bündig formuliert, worauf es im menschlichen Miteinander ankommt: „Nichts Böses tun. Gutes tun.“

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