/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Offenbarung 16,7

Bibelvers

"Ja, Herr, du allmächtiger Gott, deine Gerichtsurteile sind richtig und gerecht"

Offenbarung 16,7

Mal zugeben, dass der andere Recht hat – das kriege ich über meine Lippen, aber es fällt mir schwer. Schuld einzugestehen ist ja sowieso nicht modern. Ich habe mal ein interessantes Buch darüber gelesen von einem Psychologen. Er schreibt darüber, wie unfrei die Verdrängung von eigenen Fehlern macht. Das hat er sehr oft erlebt. Seine Patienten bringen viele Probleme mit, aber an denen sind natürlich immer die anderen schuld. Es ist ja auch viel schöner, wenn ich mich selbst bemitleiden kann und die Fehler nicht bei mir suchen muss.

Ich bin natürlich auch so. Lieber der andere als ich. Vielleicht habe ich deswegen manchmal ein gewisses Unbehagen, wenn in der Bibel ganz konkret von meinem Verschulden gesprochen wird. Und wenn da in der Offenbarung der Bibel steht: »Ja, Herr, du allmächtiger Gott, deine Gerichtsurteile sind richtig und gerecht.« Dann denke ich nicht: „Oh wie schön, na dann ist ja alles gut!“ Nein, tief im Inneren ist da diese Angst, dass ich vor Gottes Urteil vielleicht nicht bestehen kann. Also lieber alle Fehler leugnen?

Ich frage mich manchmal, ob Gott da oben sitzt, mich sieht und sich an die Stirn greift. „Meine Güte, hat die denn nichts begriffen? Wofür habe ich denn meinen Sohn Jesus auf die Erde geschickt?“ Und Recht hätte er ja. Ich habe es wirklich noch nicht so begriffen, wie ich es sollte. Jesus ist für meine Fehler gestorben. Das war der Sinn seines Daseins hier auf der Erde. Ich brauche keine Angst zu haben.

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