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Feiern unter Polizeischutz

Die öffentlichen Silvesterfeiern blieben frei von Zwischenfällen.

Die großen Partymeilen sind abgeräumt. Alle Silvesterfeiern blieben ohne gravierende Zwischenfälle. Die an den Brennpunkten postierte 5000 Polizisten mussten sich allenfalls um übliche kleinere Zwischenfälle kümmern. Und trotzdem stehen die Beamten seit gestern in der Kritik. Michael Klein klärt auf.

ERF Medien: Die Feiernden wurden von Anschlägen verschont und auch Serienstraftäter hatten keine Chance. Warum wurde trotzdem Kritik an den Ordnungshüntern laut?

Michael Klein: Die Kölner Polizei wurde von mehreren Politikern der Oppositionsparteien dafür gerügt, dass sie gründliche Arbeit geleistet hat. Sie haben nämlich Besucher der Domplatte kontrolliert. Und wer seine Identität nicht nachweisen konnte, durfte nicht in die Partyzone. Und wer dann pampig wurde, wurde überprüft. 

ERF Medien: Was daran war kritikwürdig?

Michael Klein: Die Polizei hat natürlich nicht jeden kontrolliert, sondern sich auf Personen konzentriert, die im Vorjahr als Gruppe negativ aufgefallen sind. Das waren junge Männer aus Nordafrika. Immerhin hatte es nach der Feier knapp tausend Anzeigen gegen Unbekannt wegen Diebstahls und sexueller Nötigung gegeben. Soweit sich die Täter überhaupt ermitteln ließen, waren das allesamt junge Männer aus Nordafrika. Nun behauptet z.B. die Grünen-Fraktionschefin Simone Peter, es sei diskriminierend, sich bei den Kontrollen auf diese Zielgruppe zu konzentrieren.

ERF Medien: Ist denn diese Kritik berechtigt?

Michael Klein: Ich muss gestehen, diese Logik nicht nachvollziehen zu können. Die Polizei hat professionell gearbeitet. Wenn nach einem Bankräuber mit einer roten Jacke gefahndet wird, müssen Träger einer roten Jacke auch damit rechnen, dass sie eher kontrolliert werden als Träger grüner Rollkragenpullis.

Mir scheint solche Kritik reichlich an den Haaren herbeigezogen. Festzustellen ist: Die Polizei hat das getan, was ihre Aufgabe ist. Sie hat für Sicherheit gesorgt. Die meisten Partybesucher hatten sicher Verständnis für die kleinen Unannehmlichkeiten der Kontrolle. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Beamten selber lieber mit Familie und Freunden Silvester gefeiert hätten, als in Schutzweste und mit Maschinenpistole einen Kontrollpunkt zu besetzen oder im Gewühl auf Streife zu gehen. Statt sie zu kritisieren, sollte man ihnen in aller Form Dankeschön sagen, dass sie daran mitgearbeitet haben, dass Silvester 2016 frei von üblen Verbrechen gegen arglos feiernde Menschen geblieben ist.

ERF Medien: Vielen Dank für das Gespräch.


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