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Bedrängt und drangsaliert

Open Doors legt erneut Dokumentation über Bedrohung von Christen in deutschen Asylbewerberunterkünften vor

Die Lage von Christen in deutschen Flüchtlingsheimen ist „unfassbar dramatisch“. Übergriffe auf Christen seien keine Einzelfälle. Das sagt die christliche Hilfsorganisation Open Doors. Sie hat Anfang der Woche auf einer Pressekonferenz erneut eine Dokumentation vorgelegt, in der sie deutschlandweit 743 Fälle anführt, in denen christliche Flüchtlinge angeben, aufgrund ihres Glaubens bedrängt und bedroht worden zu sein. Danach erlitten 91 Prozent der Befragten Verfolgung durch andere Flüchtlinge und 28 Prozent durch das Wachpersonal. 56 Prozent klagten über köprerliche Gewalt, 42 Prozent sprachen von Morddrohungen und sechs Prozent gaben an, Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein.

Aufgrund dieser Zahlen fordert Open Doors von Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Kampf gegen die Diskriminierung von christlichen Flüchtlingen „zur Chefsache zu machen“. Im Mai 2016 hatte Open Doors schon einmal eine Dokumentation mit 231 Fällen vorgelegt. Dies brachte dem Hilfswerk Kritik u.a. vom Ratsvorsitzenden der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, ein, zu übertreiben und sich lediglich auf Einzelfälle zu stützen, die nicht verallgemeinert werden dürften. 

Über die neue Dokumentation spricht Andreas Odrich mit dem Leiter von Open Doors, Markus Rode, und fragt ihn auch, was neben den kirchlichen Institutionen Christen und Kirchengemeinden für in unserem Land drangsalierte christliche Flüchtlinge tun können.


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