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„Die Reformation hat gezeigt: Dinge können sich verändern“

Parlamentarier aus über 60 Ländern kämpfen für Religionsfreiheit

100 Millionen Christen auf dieser Welt werden wegen ihres Glaubens verfolgt. Das sagt das Hilfswerk Open Doors. Doch nicht nur sie leiden. Auch Anhänger anderer Glaubensrichtungen – meist sind es religiöse Minderheiten – sind Repressalien ausgesetzt. Oder sie werden mit dem Tode bedroht. Ein Netzwerk von Parlamentariern aus über 60 Nationen nimmt sich ihrer an. Im September 2016 hat es in Berlin getagt. „Die Gewissens- und Religionsfreiheit ist ein Grundrecht“, betonte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dazu gehöre auch das Recht, seine Konfession zu wechseln.

Glaubenswechsel besonders problematisch

Doch gerade das bestrafen totalitär-religiösen Staaten wie der Iran mit Gefängnis oder Exekution. In Pakistan reicht eine vermeintliche Beleidigung des Propheten Mohammed für eine Verhaftung. Asiya Nazir sitzt als Vertreterin der christlichen Minderheit im Parlament von Pakistan.  Sie suchte die Schuld nicht nur bei der Politik. Pakistan befinde sich „seit 2 Jahrzehnten im Kriegszustand. Extremisten gehen gegen religiöse Minderheiten vor, weil sie leichte wehrlose Opfer sind. Das trübt das Bild Pakistans.“

Martin Luther als Vorbild

In einem waren sich die 100 Parlamentarier aus über 60 Staaten einig: Der Kampf für Gewissens- und Religionsfreiheit braucht einen langen Atem. Er ist gefährlich. Aber er kann erfolgreich sein. Die Geschichte habe das gezeigt, sagte die Britische Abgeordnete Baroness Elizabeth Berridge of the Vale of Catmose. Sie zeigte auf ihr iPad: „Meine Freiheit, hierauf meine Bibel zu lesen, begann mit dem Engagement eines Priesters: Martin Luther aus Deutschland.“ Glaubensfreiheit werde nicht mit Leichtigkeit errungen. Das gelte auch heute. Doch das Beispiel Martin Luthers mache Mut, sich dafür einzusetzen.


Webseite des International Panel of Parliamentarians for Freedom of Religion or Belief


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