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Besonnenheit und Gebet

Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden Michael Noss über den Umgang mit Terrorismus.

Rund 82.000 Menschen in Deutschland gehören zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Mancher geht vielleicht mit einem leicht mulmigen Gefühl am Sonntag zum Gottesdienst – im Hinterkopf die Erinnerung an das schreckliche Attentat auf den französischen Priester in der Nähe von Rouen.

Michael Noss hat sich als Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden schriftlich an seine Mitglieder gewandt. Seine Meinung: Alarmismus ist die falsche Reaktion auf terroristische Anschläge. Als Vorbild sieht er dabei die Haltung des Reformators Martin Luther. Der habe nach der Devise gelebt: Auch wenn morgen die Welt untergeht, „will ich heute noch ein Bäumchen pflanzen und meine Schulden bezahlen.“

Terror ist Machtmissbrauch

Michael Noss will die Gefahr nicht herunterspielen. Den Terror der Islamisten als etwas völlig Neues zu bezeichnen, hält er aber auch für falsch. Auch bei den Kreuzzügen habe es Terror im Namen der Religion gegeben. Damals wie heute sei dies Machtmissbrauch gewesen.

Doch gibt es nicht eine deutliche beobachtbare Tendenz, die lautet: Dort, wo der Islam politische Macht gewinnt, wächst die Intoleranz – bis dahin, dass die vermeintlich Ungläubigen mit Gewalt bekämpft werden? Tatsächlich habe der derzeitige Terrorismus etwas mit dem Islam zu tun. „Aber jeder anständige Christ distanziert sich heute auch von den Kreuzzügen.“

Das Gespräch mit Muslimen suchen

Das Beste, was Christen in dieser angespannten Situation tun können: Das Gespräch mit Muslimen suchen. Auf diese Weise würden Vorurteile und Feindbilder abgebaut.

Michael Noss schätzt Streitgespräche über Gott mit seinen eigenen islamischen Freunden.

Gleichzeitig ruft er Christen auf, für Politiker und Sicherheitskräfte in Europa zu beten, „weil wir glauben, dass Gott Schöpfer und Erhalter der Welt ist.“

Der Präsident des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sagt: Das führt in der gegenwärtigen aufgeheizten Situation zu der Gelassenheit, die Martin Luther bereits vor 500 Jahren an den Tag legte.

 

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