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Die Erinnerung an die Diktatur wachhalten

Ehemalige DDR-Oppositionelle mahnen gegen das Vergessen der SED-Diktatur.

Vor 55 Jahren errichteten DDR-Truppen die Berliner Mauer. 1989 fiel sie und damit auch die Diktatur im Ostteil Deutschlands. Viele in unserem Land haben das nicht mehr bewusst miterlebt. Dabei sind die Lehren daraus sehr wichtig. Wie sie wach gehalten werden können, darüber haben ehemalige DDR-Oppositionelle auf Einladung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur diskutiert.

Freiheit gibt es nicht umsonst

Ihre Botschaft: Freiheit und Demokratie gibt es nicht umsonst. Der Bau eines Einheits-Denkmals, das daran erinnern soll, liegt erst einmal auf Eis. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das Vorhaben gestoppt – wegen explodierender Kosten. Wolfgang Thierse – er war früher Präsident des Deutschen Bundestags – ist traurig darüber. Deutsche müssten „Identität nicht nur über die bösen Seiten ihrer Geschichte gewinnen.“ Was könnte die Stelle des Einheitsdenkmals rücken?

DDR-Museum statt Einheitsdenkmal?

Stephan Hilsberg hat die SPD nach der Wende in der DDR neu mitbegründet. Er weiß: Die Staatsicherheit hat auf erschreckende Weise seine Bürger über Jahrzehnte ausspioniert und gedemütigt. Die Dokumente darüber liegen in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Sie sollten zur öffentlichen Mahnung werden. Hilsberg fordert daher die Gründung eines DDR-Museums. 

Das Thema Diktatur muss an die Schulen

Rainer Eppelmann traut hingegen dem direkten Gespräch mit den Menschen mehr zu. Der heutige Chef der Bundesstiftung Aufarbeitung der DDR-Diktatur Rainer Eppelmann war früher Pfarrer in der DDR-Opposition. Er besucht Schulklassen und erzählt dort, wie er die Unterdrückung erlebt hat. Nach seiner Überzeugung müssten NS- und DDR-Diktatur Bestandteil der Abiturprüfungen werden. Auch, damit  zweieinhalb Jahrzehnte nach dem Mauerfall  totalitäre Gesinnungen in Deutschland nicht weiter Raum greifen können.


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