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Kämpfer für Religionsfreiheit

Heiner Bielefeldt ist dort unterwegs, wo Menschen wegen ihres Glaubens unterdrückt werden: 6 Jahre lang war er der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Am liebsten erzählt er von Sierra Leone. Dort hat die christliche Minderheit zur Versöhnung nach dem Bürgerkrieg beigetragen. Aber auch an anderer Stelle sind Christen in der Friedensarbeit aktiv. Bielefeldt erinnert sich an eine Parlamentarierin aus Pakistan, Mitglied der Regierungspartei. „Eine Frau und Christin in einem islamischen Land. Man wundert sich manchmal.“

Das Fazit des UN-Berichterstatters: Christen setzen sich an vielfältigen Stellen für Frieden, Versöhnung und Religionsfreiheit in der Welt ein. Religion ist selten die eigentliche Ursache von Konflikten. Sie kann aber zentraler Bestandteil der Lösung sein.

Testfall Glaubenswechsel

Staaten müssen sich dabei fragen lassen: Wie halten sie es selbst mit der Religionsfreiheit? „Die Testfälle sind Glaubenswechsel. Auch Mitglieder in der UNO neigen dazu, Religionsfreiheit zu verwässern.“

Manche Mitgliedsstaaten der UNO reduzierten ihren Schutz auf diejenigen Religionsgemeinschaften im Land, die sich still verhalten. Dulden aber gleichzeitig keine Mission oder Kritik am Regime.

Evangelikale am meisten unter Druck

Unter den Christen haben dabei besonders evangelikale Gruppierungungen zu leiden. „Man unterstellt ihnen Missionsbemühungen, ob zu recht oder unrecht.“

Heiner Bielefeldts scheidet noch in diesem Jahr aus seinem Amt aus. Sein Nachfolger im Amt des UN-Sonderberichterstatters muss den unbequemen Weg gehen. Das heißt, auch unter den UNO-Mitgliedern immer wieder das Recht auf Religionsfreiheit anmahnen.

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