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Gesellschaft muss Ja zu Menschen mit Downsyndrom sagen

Sie verblüffen einen immer wieder mit ihrer herzlichen direkten und  unbekümmerten Art. Die Rede ist von Menschen mit Down-Syndrom, im Volksmund besser bekannt als Mongolismus. Die Fröhlichkeit dieser Menschen ist ansteckend. Das sagt auch Ulla Schmidt. Sie ist Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und ehemalige Gesundheitsministerin: „Die Mehrheit derer, die ich treffe sagen: Ich liebe dieses Leben genauso wie ihr!“

Leben wird verwehrt

Doch immer mehr Menschen mit Down-Syndrom wird dieses Leben verwehrt. Weil sie erst gar nicht auf die Welt kommen. Nicht wenige Eltern entscheiden sich während der Schwangerschaft für eine Abtreibung, laut Statistik in 9 von 10 Fällen. Jetzt gibt es sogar einen Bluttest. Er kann mit hoher Treffsicherheit das Down-Syndrom nachweisen. Ulla Schmidt – Sie war selbst früher einmal Bundesgesundheitsministerin – hat dabei große moralische Bedenken: „Wir reden nicht über Krankheiten.“ Vielmehr werde behindertes Leben verhindert.

Gesundheitsminister soll Einspruch einlegen

Derzeit beschäftigt sich die zuständige Bundesbehörde mit der Frage: Soll der Praena-Test – Das ist die Blutuntersuchung, die das Down-Syndrom im Mutterleib nachweist – eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen werden? Ulla Schmidt fürchtet: Die Zahl der Abtreibungen würde dadurch steigen. „Dann muss der Gesundheitsminister Einspruch einlegen!“

Eine Gesellschaft, die Ja zu Behinderten sagt

Ulla Schmidts Ziel: Sie will eine Gesellschaft, die wieder Ja zu behinderten Menschen sagt. Damit auch Eltern wieder Mut bekommen und selbst zu ihrem Kind stehen können. Methoden wie der Praenatest, die nur dazu da sind, behinderte Menschen auszusortieren, sind dabei kein hilfreiches Signal. Stattdessen fordert die Bundestagsvizepräsidentin, wieder „vom Grundwert jeden Lebens auszugehen.“

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