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Die Spitze eines Eisbergs

Keine Frage: Deutschland tut viel Gutes, was die Fürsorge für hunderttausende Flüchtlinge in unserem Land angeht. Des Guten kann es bekanntlich auch nie genug geben. Doch jetzt schlagen gleich fünf Menschenrechtsorganisationen gemeinsam Alarm. Sie sagen: Christen unter den Flüchtlingen werden diskriminiert oder sogar mit dem Tode bedroht. 

231 Unrechtsfälle sind dokumentiert

231 Fälle von Diskriminierung, Körperverletzungen, sexuellen Übergriffen und Todesdrohungen wurden in nur zwei Monaten vom Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland, der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, der „Aktion für Verfolgte Christen und Notleidende“ sowie den Hilfswerken „Kirche in Not“ und „Open Doors“ zusammengetragen. 88 Prozent haben demnach Verfolgung durch andere Flüchtlinge erlebt, jeder zweite wurde durch das meist arabischstämmige Wachpersonal bedroht.

Angst vor Gegenwehr

Die 231 Fälle seien deshalb auch nur die Spitze eines Eisberges. Viele christliche Flüchtlinge trauten sich nicht mehr, sich zur Wehr zu setzen und Anzeige zu erstatten. Auch wenn das Bündnis der fünf Menschenrechtsorganisationen die Schuldigen dafür auf muslimischer Seite ausmacht: Einem Schwarz-Weiß-Denken wollen die Menschenrechtsorganisationen keinen Vorschub leisten. Markus Rode von „Open Doors“ sagt: „Wir stellen Muslime nicht unter Generalverdacht. Sondern wir sagen eindeutig: Wir müssen die Wahrheit sagen.“ Für viele muslimische Flüchtlinge aus dem Iran oder Afghanistan würden Muslime, die zum christlichen Glauben übergetreten sind, als Verräter gelten. „Dementsprechend werden sie hier genauso behandelt wie in ihrem Herkunftsland.“

Rücksicht auf Christen gefordert

Die Forderung der fünf Menschenrechtsorganisationen an die Politik: Wenn Massenunterkünfte sein müssen, bringt bitte Christen gemeinsam unter, damit sie sich entsprechenden Angriffen besser erwehren können."

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