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Ein Internetcafé für Flüchtlinge auf Malta

Malta ist eines der vielleicht spannendsten Länder in der Europäischen Union. Es liegt im Mittelmeer zwischen Italien und Tunesien. Die Insel ist geprägt sowohl durch europäische als auch afrikanische Einflüsse. Und sie ist ein Anlaufpunkt für viele Bootsflüchtlinge aus Afrika. Pastor Peter Daugelat kennt die Situation aus eigener Anschauung. Er beklagt: „Man muss es vergleichen mit Ungarn, aber noch schlimmer.“

Ein Leben ohne Sozialhilfe

Alle Flüchtlinge, die mit Schlauchbooten auf der Insel ankommen, werden weggesperrt in Zeltlagern. Dort leben sie mindestens ein Jahr dem Wetter ausgesetzt, bis sie entlassen werden. „Irgendwie müssen sie sich durchschlagen. Es gibt keine Sozialhilfe.“, so der Pastor.

Peter Daugelat wollte helfen. Zusammen mit 40 Christen seiner Gemeinde, dem „Jesus Center“ auf der nördlichen Teilinsel Gozo, suchte er die Flüchtlinge auf. Die Erfahrung dabei: Die meisten wollten mit ihren Verwandten zu Hause telefonieren. „Wir haben ihnen ein Internetcafé eingerichtet und ihnen Skype-Guthaben zur Verfügung gestellt.“

Freundschaft zu einem Imam

Auf diese Weise sind viele Freundschaften entstanden – zu Christen ebenso wie zu Muslimen. Peter Daugelat hat selbst einen intensiven Kontakt zu einem Imam gepflegt. „Die haben uns als Menschen akzeptiert, die die Liebe Gottes auch an sie weitergeben wollten.“

Das Jesus Center auf der maltesischen Insel Gozo: Ein Beispiel praktizierter Nächstenliebe und Integration mitten unter Flüchtlingen.

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