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Das Existenrecht Israels anerkennen

Angela Merkel und Norbert Lammert positionieren sich gegen Antisemitismus

„Wer in Deutschland leben und bleiben will, der muss das Existenzrecht Israels anerkennen!“ Normalerweise ist Bundestagspräsident Norbert Lammert eher ein Freund diplomatischer Töne. Doch vor Parlamentariern aus über 60 Ländern im Deutschen Bundestag nahm er kein Blatt vor den Mund: Wer als Asylsuchender nach Deutschland komme, könne nicht gleichzeitig Judenhasser sein.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach auf der „Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus“. Ihre These: Wer Juden angreife, greife auch Deutschland an. „Wenn Synagogen zum Ziel von Hass und Gewalt gemacht werden, wird an den Fundamenten unserer freiheitlichen Gesellschaft gerüttelt.“

Versammlungs- und Meinungsfreiheit nicht missbrauchen

Die Bundeskanzlerin betonte: Berechtigte Kritik an der Politik Israels müsse in Deutschland jederzeit möglich sein. Wer diese jedoch als Deckmantel nutze, um seinen Hass auf Juden auszuleben, „der missbraucht unsere so wertvollen Rechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit.“

Ins Grundgesetz „einwandern“

Doch nicht nur auf Deutschlands Straßen wird Judenhass laut. Hetzparolen verbreiten sich längst über andere Wege. So haben die Politiker aus über 60 Nationen auch über Antisemitismus im Internet sowie im Fußballsport beraten. Das zentrale weil aktuellste Thema jedoch war der Judenhass und die Ablehnung Israels unter Flüchtlingen aus islamischen Ländern. „Wer nach Deutschland kommt, wandert ins Grundgesetz ein“, so Norbert Lammert.

Dazu zähle die Gleichbehandlung von Mann und Frau ebenso wie ein friedlicher toleranter Umgang mit Menschen anderer Herkunft und Religion.


Hören Sie sich die ausführlichen Ansprachen von Norbert Lammert und Angela Merkel nachträglich an.


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