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Niemand hätte sich um seinen Sohn kümmern können

„Ich wurde geboren in einer radikalen muslimischen Familie. Doch als junger Mann habe ich ein Tabu gebrochen. Ich wollte selbst entscheiden, welche Religion die richtige für mich ist.“ Das sagt Elia, der aus dem Iran kommt. Vieles in seinem Leben scheint vorgegeben: Familie, Beruf, die Religion. Doch zahlreiche Schicksalsschläge, darunter der frühe Tod seiner Frau, lassen sein Weltbild und vor allem seine Vorstellung von Gott ins Wanken geraten.

Elia sagt: „In dieser Krise gab ihm der Islam keinen Halt mehr.“ Er lernt Christen in seiner Heimatstadt immer besser kennen – und ist irgendwann von ihrer Art, über Gott zu reden und nachzudenken, überzeugt.

Neue Freiheit gewonnen

„Im Islam, wie ich ihn erlebt habe, wurde mir einfach gesagt, was ich zu tun und zu lassen habe. Eine persönliche Beziehung zu Gott gab es nicht. Bei den Christen habe ich Freiheit erlebt – und einen Frieden, den ich vorher nicht kannte.“, schildert Elia seine Erinnerungen.  Elia erfährt, dass Gott an ihm ganz persönlich interessiert ist: „Ich kann beten, mit ihm reden. Für mich ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

Elia wird Augenzeuge christlicher Gruppen, die sich heimlich treffen. Mehr ist unter den Augen der islamischen Glaubenswächter nicht drin. Doch Elia will mehr. Er will zu den Nachfolgern von Jesus Christus gehören und sich taufen lassen. Doch ein guter Freund, der auch Christ ist, warnt ihn: „Wenn du inhaftiert wirst: Dein Kind hat nur dich. Wer soll sich um Hira kümmern?“

Gott ist immer da

Elia besorgt sich gefälschte Pässe und flieht mit seinem Sohn nach Deutschland. In der Bundesrepublik angekommen ist nicht gleich alles gut. Hira, Elias Sohn, wird in der Flüchtlingsunterkunft von Muslimen gemieden. Er findet keine Freunde. Doch inzwischen wohnen beide bei einer christlichen Familie. Noch sind Elia und sein Sohn keine anerkannten Flüchtlinge. Dennoch ist Elia froh, in Deutschland zu sein: „Ich spüre, wie Gott immer bei mir ist. Ich kann bereits einen Deutschkurs besuchen, führe ein verhältnismäßig normales Leben leben. Dank der Hilfe von Gott und der Christen, die mir hier helfen.“

Und vielleicht geht ja Hiras Wunsch auch noch in Erfüllung: Er wünscht sich eine neue Mama.

 

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