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Seit 12 Jahren hilft sie Migranten aus Afrika

Evelyn Werther vom Verein „Rat und Hilfe“

Der Strom von Flüchtlingen nach Deutschland ist ungebrochen. Der Einsatz ehrenamtlicher Helfer überwältigend. Da übersieht man leicht: Es gibt manche, die sich bereits seit vielen Jahren für Migranten einsetzen – wie Evelyn Werther vom Verein „Rat und Hilfe“ in Berlin. Seit 12 Jahren betreut sie Menschen aus Afrika. Solche, die in Deutschland bisher nicht Fuß fassen konnten:

Depressionen, Eheprobleme, Wohnungsrausschmiss

„Entweder sie kommen mit Depressionen, mit binationalen Eheschwierigkeiten oder mit Schulden und Wohnungsrausschmiss zu uns.“, erzählt die Ehrenämtlerin. Evelyn Werther hilft dann im Umgang mit den Ämtern. Sie schreibt selbst Petitionen an Gerichte und Gläubiger. Sie ist überzeugt: Jeder Afrikaner, der nach Deutschland kommt, ist eine Bereicherung. Egal ob mit oder ohne Probleme. Denn er bringt etwas mit, das es hier kaum noch gibt: die Erfahrung einer Großfamilie.

Afrikaner sind eine Bereicherung für Deutschland

„Ich finde, es ist eine große Bereicherung, weil man endlich mal über seinen eigenen Tellerrand schaut. So bekommt man eine innere Weite. Das finde ich toll.“ Evelyn Werther hat dadurch viel über sich selbst und über die deutsche Mentalität gelernt. Sie sieht den Individualismus kritischer als früher. Wenn sie einem Afrikaner helfen kann, ein geregeltes Leben zu führen, ist sie glücklich.

„Für mich als Christ ist es das schönste Erlebnis, wenn ein Mensch in seiner Not den Glauben an Jesus Christus findet und sich sein Leben verändert. Dass man sieht: Es geht vorwärts. Er hat es geschafft.“ Dennoch drängt Evelyn Werther ihren Glauben nicht auf. Das Gebet in der schwierigen Situation mit ihren Klienten ist ein Angebot, kein Muss.

Mit Flüchtlingsstrom wachsen die Herausforderungen

Evelyn Werther will auf ihren Einsatz im Verein „Rat und Hilfe“ nicht mehr verzichten. Die Arbeit geht ihr nicht aus. Seit der Flüchtlingskrise sitzen täglich bis zu 10 Hilfesuchende in ihrem Wartezimmer. „Es kommen mehr Kulturen.“ Die größten Probleme seien Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit.

Evelyn Werther hofft, dass hier noch viele bürokratische Hürden abgebaut werden. Dennoch steckt sie den Kopf nie in den Sand. „Für mich gibt es im Grunde keine Not, wo ich sagen kann: Die ist so  gr0ß, dass Gott nicht eingreifen kann – dass man nicht irgendwo einen Lichtblick zeigen könnte.“


Hier finden Sie weitere Informationen über den Verein "Rat und Hilfe

Wollen Sie Evelyn Werther einmal live erleben, haben wir noch einen speziellen Tipp für Sie:

Am Sonntag, den 17. Januar um 16 Uhr spricht Oliver Jeske mit Evelyn Werther in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Tempelhofer Damm 133 in Berlin


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