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Ganz Mann statt Gender

„Männertage“ geben neue Orientierung

Einfühlsam soll er sein, weinen können und gleichzeitig anpacken und Stärke beweisen. Das Idealbild des Mannes im 21. Jahrhundert: Es stellt viele Vertreter des männlichen Geschlechts vor nahezu unlösbare Konflikte. Markus Schaeller arbeitet als Berater und Coach für Männer im Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden. Er kennt Klienten, „die sollen und wollen verantwortliche Familienväter sein. Sie sollen und wollen im Beruf ihren Mann stehen.“ Viele würden aber den Spagat zwischen den Anforderungen nicht bewältigen.

Geld, Macht – und Sex

Deshalb hat Schaeller gemeinsam mit Matthias Burhenne den Männertag ins Leben gerufen. An verschiedenen Orten in Deutschland findet er einmal im Jahr statt.  Burhenne ist Männerseelsorger im Forum Wiedenest, einem christlichen Werk im Oberbergischen bei Gummersbach. Ihm ist es wichtig, echte „Männerthemen“ anzusprechen: Geld, Macht – und Sex. „Ich kenne viel versteckte Internet-Sexsucht“. Wenn diese Themen und andere wie Spannungen in der Ehe einmal klar benannt werden, wirke das oft befreiend. Der Austausch unter Männern und der gemeinsame Blick in die Bibel zeige neue Perspektiven auf.

Spirituelle Bedürfnisse entdecken

Die Männertage sind aber nicht nur etwas für diejenigen, die sich bereits in der Heiligen Schrift auskennen. Sie können auch ein Andockpunkt sein für Männer, die sich erstmals ihren spirituellen Bedürfnissen öffnen wollen. „Der christliche Glaube kann das Bewusstsein schaffen, dass wir an einen persönlichen Gott glauben, der ganz stark an unseren Nöten und intimsten Wünschen interessiert ist“, so Burhenne. „Wir wollen erreichen, dass Männer wieder oder das erste Mal mit Gott ins Gespräch kommen.“

Gender Mainstreaming verunsichert

In einem vertreten die Veranstalter der Männertage eine klare Linie. Vom Gender Mainstreaming halten sie nichts. Eine Ideologie, die Geschlechterunterschiede wegdiskutieren wolle, schaffe mehr Unsicherheiten, als dass sie nütze.

„Themen männlicher oder weiblicher Identität sind letztendlich Schöpfungsthemen“, zeigt sich der Theologe Schaeller überzeugt. „Wir eiern umher, wenn wir nicht von einer Schöpfung und einem Schöpfer her denken.“ Und der habe eben Mann und Frau als Gegenüber geschaffen.

Termine der nächsten Männertage:

8.10.2016 in Oberkrämer bei Berlin

12. und 13.11.2016 im Forum Wiedenest

Die Termine der nächsten Männertage im Überblick

 

Hören sie auch das längere Interview mit Markus Schaeller bei Calando


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