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Mit Kindern über den Terror reden

Wir erinnern uns: Am Montag verharrte ganz Europa um 12 Uhr im Schweigen. Auch an der Immanuel-Grundschule, einer freien evangelischen Bekenntnisschule in Berlin-Spandau, wurde der Opfer von Paris gedacht. Die Schulleiterin Christiane Preiß hat sogar mit ihrer 1. Klasse über die Gewalt und den Terror gesprochen. Die Entscheidung dazu fiel spontan morgens vor Schulbeginn. Preiß fragte ihre Schüler, was sie von den Ereignissen in Frankreich mitbekommen haben, sortiert und gewichtet gemeinsam mit ihnen die Gedanken.

Kindern mehr zumuten

Bereits mit Sechsjährigen darüber sprechen, dass es Menschen gibt, die andere sinnlos töten: Ist das wirklich hilfreich? Verbreitet das nicht viel mehr Ängste als nötig? Die Pädagogin ist anderer Meinung. Preiß sagt: „Man kann Kindern mehr zumuten, als Eltern manchmal denken. Es belastet Kinder mehr, wenn sie nicht wissen, was da eigentlich los ist.“ Besser sei es, sich mit ihnen zusammenzusetzen und zu erklären, was passiert ist. Die meisten Schüler bekommen sowieso viel über die Medien mit. Dann sei es wichtig, deutlich zu machen: Du bist nicht unmittelbar bedroht. „Fragen sie nach den Gefühlen ihres Kindes“, rät die Schulleiterin allen Müttern und Vätern.

Die Frage nach dem „Warum“ bleibt

Wichtig war es Christiane Preiß auch, gemeinsam mit den Schülern am vergangenen Montag der Toten von Paris zu gedenken. Zwar bleibe die Frage: Warum hat Gott das zugelassen? Gleichzeitig spende aber der Glaube an Jesus Christus auch in dieser Situation Trost.

„Für mich persönlich steht mein Gott, an den ich glaube, ganz oben drüber.“ Wer wisse, dass Gott der Herr auch über das eigene Ende des Lebens ist, brauche sich auch als Erwachsener nicht entmutigen und ängstigen zu lassen.

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